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Welpenglück Teil 2: Vorbereitungen und Einzug

Vorbereitungen für den Einzug des Welpen

Jetzt dauert es nicht mehr lange und der kleine Welpe darf einziehen. In Österreich muß der Welpe mindestens 8 Wochen alt sein um seine Mama und seine Geschwister zu verlassen. Je nach Charakter und Umfeld ist es sinnvoll den Welpen 10-12 Wochen in seiner gewohnten Umgebung zu lassen. Für die Eingewöhnung ist es empfehlenswert wenn man sich viel Zeit nimmt. Mindestens 2 Wochen Urlaub sollte man für die Eingewöhnung einplanen um sich möglichst stressfrei um seinen neuen Mitbewohner kümmern zu können.
Wann muss der kleine Hund raus, wann frisst er, spielt er, hat seine Ruhephasen?
Es wird einige Zeit dauern bis der Hund und du aufeinander abgestimmt sind.

Wenn man das Glück hat seinen Welpen mit in die Arbeit nehmen zu können, ist es empfehlenswert sich beim Einzug Urlaub zu nehmen. Der Welpe sollte dann 2-3 mal die Arbeitsstätte besuchen, oder du arbeitest nach der ersten Woche nur halbtags dort.

Weißer Schäferhundwelpe im Gras
Gerade die ersten Tage sind sehr anstrengend, nicht nur für den Menschen sondern auch für den kleinen Welpen, welcher zum Ersten mal von seiner Mama und Geschwistern getrennt ist.

Vor dem Einzug sollte man auch bedenken wo der Welpe schlafen wird?
Ist die Wohnung/Haus schon Welpensicher? Was benötige ich alles für den Neuzugang?

Einkaufsliste für den Welpen


Futter: zu Beginn ist es sinnvoll das gewohnte Futter zu füttern, frage hier am besten deinen Züchter, später kann man auf ein Futter deiner Wahl umsteigen.

Spielzeug: Welpen kauen gerne um sich zu beruhigen, deshalb sollte genug Kauspielzeug zur Verfügung stehen sonst organisiert sich dein Hund selbst das Spielzeug. Welpenkong, Knotentau, weiche Stofftiere würden sich anbieten.

Kausachen: Rinderhautstangen, Ochsenziemer, getrocknete Rinderohren, usw. auch eine Kauwurzel wird meist sehr gerne zum Nagen verwendet. Diverse Kaugegenstände sind sehr wichtig, da dein Welpe damit Stress abbaut und sich beruhigt.

Näpfe: ein gefüllter Wassernapf muss rund um die Uhr zu Verfügung stehen. Zusätzlich benötigt man noch einen Futternapf und eventuell einen mobilen Wassernapf welchen man auf Ausflügen mitnehmen kann um Wasser anzubieten.

Brustgeschirr und Leine: Wenn man den Welpen sicherheitshalber an der Leine führt, dann bitte nur mit einem Brustgeschirr. Anfangs ist ein gut verstellbares günstiges Gurtband-Brustgeschirr die beste Wahl, Welpen wachsen schnell und man benötigt 2-4 Stück im ersten Jahr.

Bei der Leine ist darauf zu achten, dass diese nicht zu kurz ist. Welpen erforschen gerne ihre Umwelt und sind sehr sprunghaft und oft unüberlegt. Wenn deine Leine zu kurz ist, dann frustriert es euch sehr schnell und die Leinenführigkeit ist später auch schwerer zu erlernen. Leine sollte mindestens 3 Meter lang sein, in meinem Shop findest du einige passende Leinen für Welpen.

Küchenrolle und Reiniger: Einen Vorrat an Küchenrolle solltest du dir für dein Einzug deines Welpen anlegen. Gerade am Anfang gibt es ab und zu einen Pipi-Unfall in der Wohnung. Achte gut auf deinen kleinen Hund, dann sind diese Unfälle bald Geschichte. Als Reiniger empfehle ich Biodor Animal welches mit effektiven Mikroorganismen versetzt ist und die Rückstände und den Geruch des Urins und Kots entfernt.

Kotsammelsackerl: Ein verantwortungsbewusster Halter seines Hundes räumt den Kot immer weg, deswegen sind auch Sackerl unerlässlich auf der Einkaufsliste.

Hundebox: Ein Welpe benötigt einen ruhigen Rückzugsort und einen sicheren Platz im Auto. Hier bieten sich Hundeboxen an da der Welpe dann von klein auf lernt das er in dieser Box sicher ist und seine Ruhe hat.
Durch die Box ist es später dann auch wesentlich einfacher dem Hund beizubringen alleine zu sein. Voraussetzung dafür ist natürlich das sich der Welpe gerne in seiner Box aufhält und sich dort sicher fühlt. Auch beim Autofahren muss der Welpe gut gesichert sein und hier ist die Box meiner Meinung nach das beste Transportmittel.

Aussiwelpe mit Kong

Weitere Vorbereitungen für den Einzug

Ein Welpe erforscht alles, am liebsten mit seinen Zähnen. Deswegen ist es wichtig die Wohnung sicher zu gestalten. Alles was einem Lieb und in Bodennähe ist empfiehlt sich erstmals wegzuräumen. Teure Teppiche, Vasen, Schuhe usw. sollte für den Hund nicht erreichbar sein.
Meistens ist der enorme Erkundungs- und Zerstörungsdrang nach dem Zahnwechsel des Welpen vorbei und man kann seine Einrichtung wieder wie vorher gestalten. Kabel und Steckdosen sollte man auch gut vor Welpenzähnen sichern. Hierbei kann man Kabelkanäle verwenden, oder man verbaut wichtige Kabel mit einem Brett/Plexiglas, oder manchmal reicht auch ein Stück Karton für die ersten Monate.
Wichtig ist es dass dein Welpe immer genügend Kau- und Spielsachen zu Verfügung hat, woran er nagen darf. Wenn sich dein junger Hund an Möbel, oder anderen unerwünschten Dingen austobt biete im sofort eine Alternative an, bei konsequenter Anbietung von Alternativen hört sich das bald auf und man hat später keine Probleme mit kaputten Möbel und Gegenständen.

Bevor der Welpen abgeholt wird, empfiehlt sich ein Spielzeug und eine leichte Decke, oder ein Handtuch ein paar Tage vorher in der Wurfbox legen zu lassen, damit es den Geruch der Mutterhündin und Geschwister annimmt.

Dies erleichtert deinem Welpen beim Einzug die Eingewöhnungsphase, weil er einen vertrauten Geruch in einer unbekannten Umgebung vorfindet. Auch seinen neuen Ruheplatz wird dein Welpe so viel leichter annehmen, wenn dieser nach “Mama” riecht. So fühlt sich dein kleiner Hund gleich viel geborgener in seiner neuen Heimat und das Heimweh ist nicht so stark. Notiere dir den gewohnten Tagesablauf, wann werden die Hundewelpen gefüttert, wann spielen sie, stehen sie auf und gehen schlafen bzw. die Ruhezeiten welche sie haben. Dies erleichtert dir die ebenfalls Eingewöhnungsphase.

Zwergpinscherwelpe auf einer Decke
Bevor du deinen Welpen holst, sollte alles Zuhause fertig vorbereitet sein, sodass du keinen unnötigen Stress welchen du auf den Hund überträgst hast.

Der große Tag - der Welpe zieht ein!

Am Besten ist es den Welpen am Vormittag, oder frühen Nachmittag abzuholen. Dann hat man ausreichend Zeit den Kleinen alles zu zeigen. Am Abholtag sollte so wenig wie möglich Stress herrschen, also alles ganz ruhig angehen.

In Österreich muss der Welpe mindestens 8 Wochen alt sein um ausziehen zu dürfen. Bei der Heimfahrt sollte man Küchenrolle und eventuell ein paar alte Handtücher mitnehmen, falls dem kleinen Welpen bei der Fahrt schlecht wird.

Im neuen Zuhause angekommen wird der Zwerg erstmals zu einem Löseplatz gebracht und anschließend darf er sich sein neues Zuhause in Ruhe ansehen. Bitte keinen großen Trubel veranstalten und auch nicht gleich die gesamte Verwandtschaft, Freundeskreis und die Nachbarn einladen um den Neuzugang zu begutachten. Vorhandene Hunde sollten behutsam mit den kleinen Hund zusammengewöhnt werden. Manchmal ist dies leichter, wenn man sich vorher auf neutralen Boden trifft und gemeinsam nach Hause geht.

Wasser und Futter anbieten, den Schlafplatz zeigen, Spielzeug und Kausachen bereit halten.
Der ideale Schlafplatz steht nicht mitten im Geschehen, aber auch nicht so abseits, sodass sich der Hund alleine fühlt. Anfangs wird dich der Welpe keine Sekunde aus den Augen lassen. Er ist schließlich gerade von seiner gewohnten Umgebung, von seiner Mama und Geschwistern zum ersten Mal in seinem Leben getrennt.

Die in Zukunft geltenden Hausregeln sollte man bereits vor dem Einzug des Welpen festgelegt haben. Diese können schon ab dem ersten Tag gelten. Darf der Hund auf bestimmte Möbel, oder nicht, wer geht wann mit dem Hund raus usw.
Mit Trainings- und weiteren Erziehungsmaßnahmen kann man die ersten Tage ruhig etwas warten. Lass deinen Welpen die Zeit welche er benötigt um alles kennenzulernen. Manche Welpen fühlen sich gleich Zuhause und andere sind die ersten Tage bis Wochen sehr verschüchtert. Sei für deinen Welpen da, streichle und beruhige ihn, schließlich bist du nun für den kleinen Hund verantwortlich und musst die nächsten Jahre die “Mutterrolle” übernehmen.

Die ersten Tage bis zu einer Woche spielt sich der Alltag mit dem Welpen ein. Anfangs ist weniger mehr und man sollte nicht alles was man mit dem Hundebaby geplant hat in die ersten Tage einplanen. Die ersten Ausflüge nach draußen sollten nicht länger als 10 min sein. Ein ruhiges Angehen und Zeigen der Umgebung ist besser als alles auf einmal zu überstürzen.
Nachdem sich der Welpe eingewöhnt hat kann man langsam den ersten Besuch empfangen und den kleinen Hund weitere Familienmitgliedern und Freunden vorstellen.

Der Besuch einer guten Hundeschule empfiehlt sich erst nach der Eingewöhnungsphase. Bis dahin hat der Hund gelernt, dass du sein sicherer Hafen bist und wenn er vor etwas Angst oder Stress hat, er auf dich zählen kann. Am Besten ist es sich die Hundeschule oder den Trainer vorab einmal anzusehen und eventuell eine Schnupperstunde zu vereinbaren. Der erste Besuch kann auch ohne den Welpen stattfinden, damit du dir alles in Ruhe ansehen kannst.

Hier findest du ein paar Links zu Hundeschulen und -trainer welche nach positiven Methoden arbeiten:

Vereinigung Österreichischer HundeverhaltensTrainerInnen: http://www.voeht.at/
Trainieren statt dominieren!:  https://www.trainieren-statt-dominieren.de/
Gewaltfreies Hundetraining: http://www.gewaltfreies-hundetraining.com/

Terrierwelpe mit Hand gefüttert

Von selbsternannten Hundetraineren ohne guter Ausbildung und von vielen Hundevereinen ist meist abzuraten. Pauschalisieren kann man hier natürlich nichts, deswegen solltest du dir die zukünftige Ausbildungsstätte genau ansehen. Hier einige Punkte auf die du achten solltest.

Methoden wie Schnauzengriff, Nackenschütteln, am Halsband und Leine herumrucken/ziehen, runter drücken des Welpen, forsches Ansprechen usw. gehören heutzutage der Vergangenheit an und wenn so etwas in einem Hundekurs vorkommt ist es nur ratsam diesen auf der Stelle zu verlassen.

Auch die Welpen wahllos miteinander spielen zu lassen, ohne das eine Aufsichtsperson eingreift sollte nicht in einer guten Welpenstunde vorkommen. Angepasstes Spiel mit körperlich gleichwertigen Welpen und Grunderziehungsspiele/Training sollten mit Sozialisierungseinheiten und Erkundungsspaziergänge abwechseln. Die Gruppengröße hängt davon ab wie viele Trainer die Gruppe betreuen können. Kleingruppen sind in der Regel jedoch besser als größere, in meinen Kursen nehme ich z.B. nicht mehr wie 5 Hunde gleichzeitig.

Wenn keine gut geführte Welpengruppe in deinem Umfeld vorhanden ist, dann kannst du die Sozialisierung und Erziehung auch selbst in die Hand nehmen. Von 1-2 Stunden Hundeschule in der Woche wird ohnehin kein Hund erzogen. Die Hauptarbeit ist das tägliche Training mit deinem Welpen. 3-4x ein paar Minuten und in den Alltag einbezogene Einheiten bringen dich zum Erfolg eines gut erzogenen Hundes.

Viel Spaß und Freude wünsche ich dir mit deinem Welpen und ein vertrauensvolles und schönes Hundeleben für deinen zukünftigen Begleiter. Bei weiteren Fragen und Anregungen benutze das Kommentarfeld oder schreibe mir ein Email.


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