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Hundekack in den Sack

Ein trauriges Bild ca. 300 Meter neben einer Kotsammelstelle in Lienz. Dieses Bild findet man gerade nach der Winterszeit in Lienz und Umgebung zu Hauf(en).

Hundekacksackerl

Ich möchte jetzt nicht der Moralapostel sein, aber durch das nicht entsorgen entstehen für jeden Hundebesitzer und auch für die Umwelt Nachteile:

  • das Plastik kann nicht abgebaut werden
  • alle Hundebesitzer werden in eine Schublade gesteckt
  • Bauern sind verständlicherweise nicht sehr begeistert, sperren ihre unbewirtschafteten Felder ab und die zuvor noch geduldeten Hundebesitzer müssen sich einen neuen Auslauf suchen
  • es ist ekelig wenn Gassiwege verunreinigt sind und man vielleicht mal wo rein tritt, oder sich der eigene Hunde auf der Wiese wälzt und so eventuell auch noch Hundekot im Fell mit nach Hause nimmt
  • Hunde in Lebensmittelfeldern wie z.B. einem Salatfeld sind nicht erlaubt, zum einen begeht man durch Hausfriedensbruch eine Straftat, zum anderen schädigt man den örtlichen Bauer. Der Hund zerstört beim durchqueren den Salat und durch sein Geschäft bekommt der Bauer bei den strengen Lebensmittelkontrollen durch eventuell gefundene Fäkalkeime Probleme.


Man hört auch immer wieder, dass die Verunreinigung schädlich für Nutztiere ist. Diese Aussage stimmt nur zum Teil, im Großen und Ganzen geht es um den Neospora Parasiten. Dieser Parasit muss natürlich auch schon im Hund sein, was bei Stadthunden fast ausgeschlossen werden kann.
Das Friedrich-Löffler-Institut hat dazu eine interessante Studie veröffentlich:

Das Institut hat in einem Simulationsmodell 87 Hunde während einer Weidesaison auf einem Grünareal (Weide und Mähweide) herum laufen lassen, selbst bei diesem Test war das Abortrisiko (Fehlgeburt) gering. Die Übertragung des Parasiten geht nur von infizierten Hunden aus, wobei der eigene Hofhund oder der Nachbarshund das größte Risiko darstellt, sich mit dem Parasiten zu infizieren. Hunde von normalen Haushalten werden meistens mit Industriefutter gefüttert und tragen diesen Parasiten meistens nicht in sich und können diesen auch nicht verbreiten.

Ein großer Schritt ist bereits getan, denn viele geben den Kot in die Sackerl, jetzt fehlt nur mehr der Schritt die Sackerl wieder zurück in den Abfalleimer zu geben :)
Ich persönlich mache es bei meinen Gassirunden meistens so, dass ich ich das Sackerl irgendwo am Wegrand etwas versteckt abstelle und es beim heimgehen wieder mitnehme, so muss ich es nicht den ganzen Weg mitschleppen. Auch interessant, seit 5 Juli 2011 besteht in Lienz eine Kot-Aufnahmepflicht in der Stadt, sowie auch auf landwirtschaftlichen Flächen.

Damit es uns Hundebesitzern leichter fällt habe ich den (etwas versteckten) Kotsammelstellen-Plan von Lienz, wo es 40 Kotsammelstellen und Gratis-Sackerl gibt gefunden und hier für euch zum Download bereitgestellt. Mit dem Plan findet man eventuell auch neue Spaziergehwege und kann so dem Hund etwas mehr Abwechslung bieten :)

Hundekot Sammelstellen Plan Lienz (660 kB)


Weiterführende Links:
Kommentare  
 
# Kirstin 2013-06-05 07:51
Liebe Gerda
Danke für die Mühe, die du dir da gemacht hast und ja, es ist schon eine Ferkelei, die manche Hundebesitzer da veranstalten. Besonders schlimm aufgefallen ist es mir diesen Winter am Iselkai.
Es gehört einfach dazu, die Hinterlassensch aft meines Hundes wegzuräumen.Da dürfte doch bei keinem verantwortungsv ollen Hundebesitzer ein Zweifel aufkommen.
Genauso ärgerlich ist es , wenn die vollen Sackerl auf den Wegen nach Amlach oder zum Laserz einfach auf die Wiesegeschmisse n werden bzw sogar auf die Felder des Bauern und den Fußballplatz beim Gasthauf Falken.
Zumal allein auf der Strecke zum Laserz sogar zwei Sammelbehälter vorhanden sind.
Also bitte : damit die Wut auf Hunde nicht noch größer wird, bitte wirklich alles ordentlich entsorgen.
Es ist nun einmal leider so, dass unsere Hunde keine Pferde sind, die ihre Äppel überall verteilen dürfen
 
 
 
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